Als die Not sehr groß war und viele nicht wussten, wovon sie am nächsten Tag leben sollten oder wo sie wenigstens ein wenig Kohle zum Heizenbekommen könnten, da hielt Joseph Kardinal Frings eine viel beachtete Predigt bei der Jahresschlussandacht im Kölner Dom. Er sagte in etwa: "Wenn du dir von irgendwo etwas nimmst um zu überleben, dann kannst du es dir ohne Gewissensbisse nehmen. Wenn es dir wieder besser geht, kannst du es ja zurückgeben."
So haben Notleidende dort und da einmal einige Kohlen oder Brot "mitgehen" lassen. Das nannten sie nicht stibitzen oder gar stehlen, sodern nach dem Namen des Kardinals: fringsen. Ein Ausdruck, der sich sogar in Wörterbüchern findet.
Kommentar hinzufügen
Kommentare